Interview mit Kira Körner (21 Jahre) aus Langerweihe bei Aachen

Warum hast du einen Job gesucht?

Nach dem Abi und ein paar Praktika und Nebenjobs wollte ich einfach mal was Neues ausprobieren – raus aus diesem Dorf und nach ein paar Anzeigen im Internet bin ich auf hello gestoßen. Weil ich Soziale Arbeit studieren möchte, passte das ganze natürlich hervorragend.

Wie bist du auf hello aufmerksam geworden?

Ich habe verschiedene Anzeigen im Internet angeschaut und schon von einer Bekannten vom Fundraising gehört.

Wie war dein erster Kontakt mit hello?

Nach meiner Online-Bewerbung ging alles ganz schnell. Schon kurze Zeit später bekam ich einen Anruf, der natürlich total oberpeinlich verlief, weil ich absolut nicht darauf vorbereitet war aber zum Glück gibt es so freundliche Mitarbeiter, die das alles ganz gechillt sehn und mich trotzdem erst einmal zum Bewerbungstermin nach Düsseldorf eingeladen haben. Da war ich dann mit etwa 10 weiteren Bewerbern und haben uns über den Job unterhalten – was da alles auf uns zukommen wird, wie das alles abläuft und so weiter… ich war echt begeistert und musste nur noch hoffen, dass hello mich will… und tadaaaa ein paar Tage später kam die Mail, dass ich den Job hab.

Was waren deine Bedenken?

Ein paar Bedenken hatte ich natürlich…kann ich das wirklich so einfach? Fremde Menschen anquatschen? Und das Ganze in ner Stadt die einfach Millionen Mal größer ist, als dein kleines Dörfchen? Kann ich mich da wirklich so leicht drauf einlassen, wie ich mir das vorstelle? Als ich dann in Berlin angekommen bin, war die Atmosphäre und die ebenfalls neu angereisten Kollegen so cool, dass meine Bedenken erst einmal weg waren Und es war aber sehr aufregend, da alles neu, groß und so fremd war. Da es aber allen so ging, hatten wir wieder etwas gemeinsam.

Wann hast du mit dem Job als Dialoger begonnen?

Im März 2012 in Berlin

Wie lange hast du geworben?

Bei meiner ersten Anreise habe ich 3 Wochen geworben.   Dann bin ich abgereist und direkt nach einer Woche wieder nach Berlin gefahren weil mir die Leute einfach so gefehlt haben. Dann immer mal wieder bis zum Oktober – so schnell kommt man einfach nicht davon los

Wie war deine Zeit?

Die Zeit war echt super und unbeschreiblich. Ich habe viele Erfahrungen gemacht. Ich habe mit sehr vielen tollen Menschen gearbeitet, witzige Geschichten auf der Straße gehört und miterlebt und das Ganze einfach für nen guten Zweck!

Was war dein schönstes Erlebnis?

Das ist gar nicht mal so leicht zu sagen. Das schönste ist einfach das Miteinander…ob es das Arbeiten in den Teams ist oder die regelmäßigen Stammtische :). Das Beste ist, dass ich zu (fast) all meinen Teamkollegen noch Kontakt habe und jetzt in ganz Deutschland jemanden kenne.

Gab es auch harte bzw. negative Punkte beim Werben?

Ganz klar ist es nicht das Geilste, im Schnee, Regen und Hagel die Leute auf der Straße zum Anhalten zu animieren…die Menschen haben oft nicht so viel Lust stehen zu bleiben und auch ich selbst brauchte hier und da kleine Motivationsspielchen. Aber auch hier steht das Team immer hinter einem und da fällt es einem gar nicht mal so leicht, nicht mitzuziehen.

Welche Erfahrungen nimmst du mit?

Ich habe durch diesen Job auch mich selbst von einer anderen Seite kennengelernt.   Ich nehme jede einzelne Erfahrung mit – ob negative oder positive.

Wirbst du noch?

Zurzeit werbe ich nicht, aber das wird sicher nicht immer so bleiben wenn man einmal dabei ist, kommt man so schnell nicht mehr raus!